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Urheberrecht

Bitte beachten Sie:   Wir können keine Auskünfte leisten, die den beratenden Berufen vorbehalten sind. Wir leisten vor allem keine Rechtsberatung.

Das Urheberrechtsgesetz

In § 1 des deutschen Urheberrechtsgesetzes (UrhG) heißt es: "Die Urheber von Werken der Literatur, Wissenschaft und Kunst genießen für ihre Werke Schutz nach Maßgabe dieses Gesetzes" und in § 7 UrhG sodann: "Urheber ist der Schöpfer des Werkes".

BMJ: Urheberrechtsgesetz

Ihr Werk genießt also ab dem Zeitpunkt seiner Erstellung den - umfassenden - Schutz des deutschen Urheberrechtsgesetzes. Weiterer Formalien bedarf es dazu nicht.

Ihr Werk muss nirgends gemeldet sein, muss nicht gedruckt oder verkauft worden sein. Mit seiner Erstellung haben Sie vielfältige Rechte, wie etwa das Verwertungsrecht, Vervielfältigungsrecht, Verbreitungsrecht, Ausstellungsrecht, Vortragsrecht, Aufführungsrecht, Vorführungsrecht und Senderecht (§§ 11 ff. UrhG).

Rechtswidrig hergestellte Vervielfältigungsstücke dürfen gem. § 96 UrhG weder verbreitet noch zu öffentlichen Wiedergaben benutzt werden.

Wer ferner das Urheberrecht oder ein anderes nach dem UrhG geschütztes Recht widerrechtlich verletzt, kann vom Verletzten auf Beseitigung der Beeinträchtigung, bei Wiederholungsgefahr auf Unterlassung und, wenn dem Verletzer Vorsatz oder Fahrlässigkeit zur Last fällt, auch auf Schadenersatz in Anspruch genommen werden (§ 97 UrhG). Ihnen stehen als Urheber gem. §§ 98 ff. noch viele weitere Rechte zu.

Ferner gilt gem. § 106 UrhG: Wer in anderen als den gesetzlich zugelassenen Fällen ohne Einwilligung des Berechtigten ein Werk oder eine Bearbeitung oder Umgestaltung eines Werkes vervielfältigt, verbreitet oder öffentlich wiedergibt, wird mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder mit Geldstrafe bestraft. Schon der Versuch ist strafbar!

Abschließend noch eine Kleinigkeit. In § 64 UrhG heißt es: "Das Urheberrecht erlischt siebzig Jahre nach dem Tode des Urhebers". Sie können also beruhigt einschlafen!

Die Beweissicherung

Sie haben dennoch ein ungutes Gefühl? Nun gut, so ganz unberechtigt ist das nicht.Denn: das Urheberrechtsgesetz räumt Ihnen zwar umfangreiche Rechte ein, nur, wenn Sie nicht beweisen können, dass Sie der Urheber sind, dann nutzt Ihnen das gar nichts.

Nun führen viele Wege nach Rom bzw. zur Beweissicherung:

Erster Weg: Veröffentlichen Sie Ihre Werke - vorzugsweise in Zeitschriften und Zeitungen. Mit einer Buchveröffentlichung werden Sie sich als Noname am Anfang schwer tun. Treten Sie mit Ihrem Werk auf oder veröffentlichen Sie Ihr Werk auf kostenlosen Seiten im Internet. Jeder, der Ihre Texte kennt ist Ihr Zeuge. Jedesmal wenn Sie Ihr Werk vorlesen oder irgendwo veröffentlichen, wird Ihr Name mit dem des Werkes verbunden.

Zweiter Weg: Schreiben Sie nur für sich. Halten Sie Ihre Werke geheim. Schreiben zur Selbstfindung. Ein guter Weg!

Dritter Weg: Scheren Sie sich nicht um diese Frage. Vertrauen Sie darauf, dass man Ihre Rechte beachtet. Immerhin ist die unerlaubte Vervielfältigung, Verbreitung und öffentliche Wiedergabe ihres Werkes mit Freiheitsstrafe bedroht. Wer möchte dieses Risiko schon eingehen?

Vierter Weg: Gehen Sie zu einem Anwalt oder Notar Ihres Vertrauens. Hinterlegen Sie dort Ihre Werke. Lassen Sie sich das schriftlich bestätigen. Am billigsten ist es wohl, wenn der Anwalt in seinem Schreiben auf das Inhaltsverzeichnis Bezug nimmt und Ihr Werk im Schrank liegen hat. Für ein solches Schreiben dürfte Ihr Anwalt nicht wesentlich mehr als 25 bis 35 EUR verlangen (vgl. dazu die Bundesrechtsanwaltsgebührenordnung BRAGO). Einer notariellen Beurkundung bedarf es nicht. Wenn Sie ganz sicher gehen wollen, können Sie freilich auch zum Notar gehen. Sicherlich wird's dann aber auch teurer.

 

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